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Paracetamol: Wichtige Hinweise zur Verwendung des bekannten Schmerzmittels

 

Chemische Zusammensetzung von Paracetamol

© Zerbor AdobeStock 64364343

Paracetamol ist ein weit verbreiteter Wirkstoff gegen Schmerzen und Fieber und wurde in den USA im Jahr 1953 – als direktes Konkurrenzprodukt zur Acetylsalicylsäure – erstmals auf den Markt gebracht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nahm die Substanz dann 1977 als „unentbehrliches Arzneimittel“ in die bestehende Liste auf. Bei korrekter Anwendung ist Paracetamol grundsätzlich gut verträglich (auch für Kinder) und kann, bei entsprechender Dosierung, auch in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.
Der exakte Wirkmechanismus des Arzneimittels ist bis heute nicht bekannt – Wissenschaftler vermuten mehrere potenziell sich steigernde Effekte auf den Körper, die den schmerz- und fiebersenkenden Mechanismus erklären.

Q&A: Fragen zur Wirkung & Einnahme

Was ist Paracetamol und wie wirkt es?
Paracetamol dient zur Linderung von Schmerzen und zur Fiebersenkung und ist in zahlreichen rezeptfreien Medikamenten enthalten. Im Gegensatz zu wirkstoffähnlichen Substanzen ist es ein sogenanntes „nichtsaures Nicht-Opioid-Analgetikum“ und findet sich nach Einnahme in relativ hoher Konzentration im zentralen Nervensystem (Rückenmark und Gehirn). Dort werden bestimmte Hormone gehemmt, die bei Entzündungsprozessen, Schmerzen und Fieber eine Rolle spielen. Vereinfacht gesagt, werden Schmerzsignale im Gehirn dadurch blockiert. Weiters werden durch die Einnahme von Paracetamol das Endocannabinoid-System (verursacht beruhigende und schmerzstillende Effekte) sowie das Serotonin-System („Glückshormon“; wirkt beispielsweise auf das Herz-Kreislauf-System) stimuliert.

Bei welchen Beschwerden wird Paracetamol hauptsächlich eingesetzt?
Paracetamol wird bei leichten bis mittelschweren Schmerzen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Menstruationsschmerzen, eingesetzt, kann aber auch bei Zahnschmerzen zur Anwendung kommen. Weiters wird es aufgrund seiner fiebersenkenden Wirkung auch bei Erkältungen verwendet. Bei chronischen Rücken- oder Gelenkschmerzen wird es weniger empfohlen, da hier nach Rücksprache mit einem Arzt eine alternative Schmerzbehandlung angedacht werden sollte.

Wie wird Paracetamol dosiert und eingenommen?
Größtenteils wird der Wirkstoff in Tablettenform angewendet, speziell bei Kindern eignen sich als Alternative auch Zäpfchen oder Säfte. Die Dosierung richtet sich grundsätzlich nach dem Alter und Gesundheitszustand des Patienten. Bei gesunden erwachsenen Patienten beträgt die empfohlene Dosis 500 bis 1000 mg alle 4-6 Stunden, jedoch nicht mehr als 4000 mg pro Tag. Bei Kindern ist die Menge etwas niedriger dosiert und liegt bei ca. 10-15 mg pro Kilogramm Körpergewicht alle 4-6 Stunden, jedoch nicht mehr als 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Die Einnahme sollte immer mit ausreichend Wasser und nicht auf nüchternen Magen erfolgen.
Paracetamol sollte nicht länger als zehn Tage eingenommen werden, es sei denn, dies wurde von einem Arzt empfohlen. In seltenen Fällen kann es zur Langzeitanwendung kommen.

Risiken und Nebenwirkungen von Paracetamol

Was muss bei der Einnahme von Paracetamol beachtet werden?
Nebenwirkungen auf Paracetamol sind selten und meist auf bestehende Grunderkrankungen zurückzuführen. Bei nicht korrekter Dosierung und längerfristiger Einnahme können Leberschäden die Folge sein, auch Hautausschlag, Juckreiz und Schwellungen sind mögliche Nebenwirkungen:

Selten (bei 1 von 1000 Patienten) zeigt sich ein leichter Anstieg von Leberenzymen
Sehr selten (maximal 1 Betroffener unter 10.000) zeigen sich allergische Reaktionen:

  • Hautausschlag
  • Hautrötung
  • Schwellungen von Gesicht, Kehlkopf und Zunge

Vermieden werden sollte eine gleichzeitige Einnahme mit anderen Medikamenten, da dies zu einer Überdosierung führen kann.
Besondere Vorsicht ist für Personen mit Leber- und Nierenproblemen geboten, diese sollten Paracetamol nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden. Dementsprechend darf das Arzneimittel auch nicht bei übermäßigem Alkoholkonsum oder zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da dies das Risiko von Leberschäden erhöhen kann.

Wenn die Dosierung wie empfohlen eingehalten wird, spricht auch nichts gegen die Verwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Wichtiger Hinweis:
Paracetamol ist bis zu einer Gesamtmenge von zehn Gramm pro Packung rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Es ist wichtig, das Arzneimittel immer gemäß den Anweisungen auf der Verpackung oder eines Arztes/Apothekers einzunehmen und dieses nicht höher zu dosieren oder über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Kommt es zu einer Überdosierung, können mögliche Symptome Übelkeit, Erbrechen, Schwindel etc. sein.
Das Medikament muss an einem trockenen Ort und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Kommen Sie bei weiteren Fragen gerne in die Apotheke und lassen Sie sich von uns beraten!

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