einloggen 0
CART MESSAGE CONTAINER

Aktuelle Schlagzeilen

Wir empfehlen

OCTENISEPT Wund-Desinfektion Lösung
Abbildung ähnlich
OCTENISEPT Wund-Desinfektion Lösung
14,36 €/100 ml
50 ml
PZN 7463832
7,18 €
HANSAPLAST Classic Pflaster 6 cmx2 m
Abbildung ähnlich
HANSAPLAST Classic Pflaster 6 cmx2 m
6,25 €/1 St
1 St
PZN 7347244
6,25 €
HANSAPLAST Wundspray zur antisept.Wundreinigung
Abbildung ähnlich
HANSAPLAST Wundspray zur antisept.Wundreinigung
11,18 €/100 ml
50 ml
PZN 13860879
5,59 €
TYROSUR Wundheilgel
Abbildung ähnlich
TYROSUR Wundheilgel
59,20 €/100 g
25 g
PZN 12399935
14,80 €

Blutvergiftung - jede Minute zählt

Eine Blutvergiftung (Sepsis) ist, wenn sie nicht schnell behandelt wird, bis heute eine lebensgefährliche Erkrankung. In etwas weniger als der Hälfte der Fälle verläuft eine Sepsis für den Betroffenen tödlich. Es ist daher umso wichtiger, schnell zu handeln. Dies ist gar nicht so einfach, da die ersten Anzeichen einer Blutvergiftung für sich genommen nicht eindeutig sind. Treten sie in Kombination auf, sollte jedoch unbedingt eine Blutvergiftung in Betracht gezogen werden.

Zu diesen Anzeichen zählen Beschleunigung von Atem und Herzschlag, eine Haut, die sehr blass ist oder sich ins Graue hinein färbt, in manchen Fällen Ausschlag, häufig erhitzte Haut oder hohes Fieber. Gerade im Falle von Fieber gilt es jedoch zu beachten, dass die Körpertemperatur bei einer Sepsis auch stark sinken kann. Besonders bei sehr alten und sehr jungen Betroffenen fällt die Temperatur unter 36 Grad.

Möglich sind auch weitere Anzeichen wie Kurzatmigkeit oder Kopfschmerzen, das hängt mit dem Ausgangspunkt der ursprünglichen Infektion zusammen.

 

Im Gegensatz zu dem, was die Bezeichnung „Blutvergiftung“ vermuten lässt, handelt es sich bei einer Sepsis weder um eine Vergiftung noch um eine Infektion, vielmehr ist es so, dass der Körper eine vorangegangene Infektion bekämpft und die starken Abwehrmaßnahmen wiederum zur Sepsis führen.

Dass der Körper gegen Infektionen angeht, die durch Bakterien, Viren oder andere Erreger ausgelöst werden, ist vollkommen normal und wichtig. Dazu erhöht sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen und die Gefäße weiten sich, die betroffenen Bereiche werden stärker durchblutet und sozusagen mit Abwehrzellen gespült, um die Infektion zunächst auf einen Ort zu begrenzen und dann ganz damit fertig zu werden.

Problematisch wird es, wenn dies dem Immunsystem nicht gelingt, die Erreger ins Blut gelangen und es schließlich zu einer großflächigen oder sogar körperweiten Entzündungsreaktion kommt.

Im Verlauf einer Blutvergiftung können schließlich Gefäße durch Blutgerinnsel verstopft werden, der Blutdruck kann so weit fallen, dass die Organe nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt werden können. Im Endeffekt kommt es dann zu einem Organversagen. Ein solcher septischer Schock ist extrem gefährlich, selbst dann, wenn die Betroffenen intensivmedizinische Behandlung erhalten, verläuft er in mehr als der Hälfte der Fälle tödlich.

 

Einer Blutvergiftung vorzubeugen, ist so gesehen nur dadurch möglich, die vorangehende Infektion schnell behandeln zu lassen, damit es nicht zu einer Sepsis kommt. Grundsätzlich kann es bei jeder Infektion passieren, dass am Ende eine Blutvergiftung auftritt. So kann beispielsweise eine Lungenentzündung oder auch eine Blinddarmentzündung Auslöser sein. Bei Infektionen ist es daher sinnvoll, den Arzt aufzusuchen und sie möglichst frühzeitig behandeln zu lassen, das ist in aller Regel deutlich einfacher möglich und wesentlich ungefährlicher, als später eine Blutvergiftung behandeln zu müssen.

 

Ein vergleichsweise höheres Risiko für eine Sepsis besteht grundsätzlich bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, wie es auch im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen und der entsprechenden medizinischen Behandlung vorkommen kann. Sehr alte und sehr junge Menschen sind ebenfalls stärker gefährdet. Auch bei Neugeborenen kann es bereits zu einer Sepsis kommen, hier ist besondere Eile geboten, um einen tödlichen Verlauf zu verhindern.

Größere Verletzungen, wie zum Beispiel großflächige Brandwunden, aber auch Katheder in Blutgefäßen erhöhen das Risiko für eine Sepsis ebenfalls. Zu den besonders gefährdeten Menschen gehören auch solche mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung oder auch Suchtkranke wie Alkoholiker.

 

Die Behandlung einer Blutvergiftung basiert im Wesentlichen darauf, dass die ursächliche Infektion beseitigt wird. In aller Regel werden bei der Behandlung Antibiotika eingesetzt. Werden Betroffene früh genug behandelt und die Sepsis hat noch keine schweren Verlauf genommen, ist auch kein Aufenthalt auf der Intensivstation notwendig.

Bei einer schweren Sepsis, also dann, wenn bereits Organe zu versagen beginnen, ist neben der Behandlung der ursprünglichen Infektion jedoch auch entscheidend, diese Organe wieder zu stabilisieren bzw. ihre Funktion aufrechtzuerhalten.

Die Zeit, die vergeht, bis die Sepsis entdeckt wird und behandelt werden kann, ist also aus vielen Gründen extrem wichtig. Besteht der Verdacht auf eine Blutvergiftung, vor allem, wenn eine Infektion bekannt war oder vermutet wird, sollte der Betroffene deshalb unbedingt schnellstmöglich in ärztliche Behandlung.

Social Buttons von Facebook, Twitter und Google anzeigen (Datenschutzbestimmungen)
drucken